Gemüse-lecker-oder-iiih

Gemüse – lecker oder iiih?

Gemüse – lecker oder iiih?

Ich bin ein unkomplizierter Esser. Außer, es gibt dicke Bohnen oder Rosenkohl. Da wäre ich schon als Kind am liebsten laufen gegangen. Eine Begebenheit werde ich nie vergessen: Ich durfte als Grundschulkind bei meiner besten Freundin zu Mittag essen. Ich weiß nicht mehr genau was es gab, aber es war ein Kartoffel-Gemüse-Püree dabei. Während wir aßen, war die Mutter meiner Freundin im Nachbarzimmer. Ich nahm die erste Gabel Püree und sagte spontan „das ist Rosenkohl, das mag ich nicht“. Meine Freundin rief zur Mutter „Roswitha sagt, das ist Rosenkohl, das mag sie nicht.“ Antwort der Mutter: „Das ist Wirsing“. Der Mutter war während dem Kochen bewusst geworden, dass ich keinen Rosenkohl mag. Kurzerhand hat sie aus Kartoffeln und Rosenkohl ein Püree gemacht. Meine Geschmacksnerven lagen also richtig.

Nun, die „Not-Lüge“ hat mir nicht geschadet, ich habe das Essen überlebt und erzähle des Öfteren diese Geschichte. Allerdings esse ich bis heute keinen puren Rosenkohl – nur verpackt in einem Gemüse-Kuchen – und dicke Bohnen esse ich gar nicht.

Daher habe ich auch ein klein wenig Verständnis, wenn Kunden in meinen Beratungen sagen, sie mögen kein Gemüse oder Mütter und Ehefrauen klagen, dass zu Hause die „Gemüsemuffel“ sitzen. Allerdings – Versuch macht klug! Warum nicht einfach mal ein wenig tricksen und ausprobieren. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an Gemüse, da sollte doch für jeden etwas zu finden sein.

Wenn Du etwas Neues ausprobierst, rede nicht groß darüber. Lass Deine Kinder oder den Partner erst einmal probieren. Beziehe Deine Kinder beim Gemüse schnippeln mit ein. Mit Freude belegen sie eine Gemüse-Pizza oder zaubern einen Salat mit. Vielleicht knabbern sie gerne Rohkost.

Gemüse ist wichtig für unsere Gesundheit!

Es liefert eine Bandbreite an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen usw. Wichtige Nährstoffe für unsere Gesundheit. Gemüse liefert auch eine hohe Nährstoffdichte. Das bedeutet, Du kannst richtig viel davon essen. Es sättigt gut, ohne viele Kalorien zu liefern.

Am besten saisonal und regional

Gemüse und Obst, das aus der Region kommt, liefert die meisten Nährstoffe, da es reif geerntet wird, im Gegensatz zu weit gereistem Gemüse und Obst. Außerdem ist heimisches und saisonales Gemüse preiswerter und schmeckt besser.

Wenn Du die Möglichkeit hast, schlendere doch mal über den Wochenmarkt. Das frische und bunte Gemüse macht Appetit auf Essen. Vielleicht hast Du auch einen Hofladen in Deiner Nähe.

Greife im Winter auf deutsche Lagerware zurück wie Kohlsorten, Möhren, Kartoffeln, Porree/Lauch, Sellerie, Feldsalat.

Tiefkühl-Gemüse ist auch eine gute Alternative. Es soll allerdings das pure Gemüse, nicht ein Fertigprodukt mit „Blubb oder ähnlichem“ sein. Achte darauf, dass keine Zusatzstoffe hinzugefügt wurden. Verwende für den Einkauf eine Tiefkühltasche, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Taue das Tiefkühl-Gemüse nicht auf, sondern gib es gefroren in wenig Kochwasser oder in die Pfanne. Im Winter sind auch Tomaten aus der Packung oder der Dose und Tomatenmark meistens eine bessere Alternative als die geschmacklosen frischen Tomaten.

Variationen

Zaubern lassen sich aus Gemüse: Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, Kuchen, Bratlinge. Gemüse lässt sich in der Pfanne schmoren oder dünsten oder als Salat zubereiten. Für Kohlgemüse gibt es heutzutage leckere, moderne Möglichkeiten.

Noch ein paar Tipps

Vitamine im Gemüse sind empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie Hitze, Luft und Licht. Lagere es daher kühl und dunkel und nicht zu lange. Wässere es zum Reinigen nur kurz, da sonst zu viele Vitamine verloren gehen. Achte auf kurzes, sanftes Garen. Das meiste Gemüse ist in 8 – 10 Minuten gar. Verwende nur wenig Kochwasser und nutze es anschließend für eine Soße, so gehen die gelösten Vitamine nicht verloren.

Knabbern für zwischendurch

Wenn der Heißhunger auf Süßes kommt oder für die Schulpause Deiner Kinder eignen sich Gemüse-Sticks. Möhren, Kohlrabi, Gurken, Paprika in Stifte schneiden. Lecker dazu sind Frischkäse, Hüttenkäse oder Humus als Dip.

Schmackhaft zubereiten

Mit diversen Gewürzen, frischen (im Winter tiefgekühlte oder getrocknete) Kräutern und guten Ölen kannst Du Gemüse abwechslungsreich und lecker zubereiten.

Hier ein paar schnelle Rezept-Ideen

Gemüse und Pilze in einer Pfanne in wenig Öl dünsten und mit einer angerührten Eimasse übergießen und diese stocken lassen.

Rindergehacktes in wenig Fett anbraten, gemischtes, kleingeschnittenes Gemüse (Paprika, Möhren, Kohlrabi, Zucchini, Pilze etc.) oder in Streifen geschnittener Spitzkohl dazu geben, in wenigen Minuten garen und mit Kräutern und Gewürzen abschmecken.

Bolognese-Soße angereichert mit Möhren, Zucchini, Paprika in Streifen geschnitten. Kohlenhydratarm passen Zucchini-Spaghetti dazu.

Tipps für eine Salatsoße

Wichtig ist, dass der Salat trocken geschleudert wird. Nur so kann der Salat die Soße aufnehmen und diese bleibt nicht am Boden der Schüssel.

Für eine Soße verwende beispielsweise 3 Esslöffel hochwertiges Olivenöl oder ein Walnussöl, 1 Esslöffel (Balsamico-)Essig, Salz und Pfeffer. Wenn Du magst, gib 1 Teelöffel Senf oder 1 Esslöffel Joghurt sowie Kräuter und Gewürze nach Geschmack dazu.

Das Dressing mit einem Schneebesen verrühren, bis sich alles gut vermischt hat. Dann kannst Du die Salatblätter und weiteres Gemüse/Rohkost dazu geben und alles mischen.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren und einen guten Appetit!

Falls Du mehr erfahren möchtest, wie Du Deine Ernährung optimieren kannst, melde Dich gerne bei mir.

Gerne erzähle ich Dir mehr von meinem täglichen Vital-Getränk, das mir viele wertvolle, natürliche Mikro-Nährstoffe, zusätzlich zu meiner weitestgehend, gesunden Ernährung, liefert. Für reichlich Vitalität, Konzentration und Leistungsfähigkeit im Alltag.

Posted in Gesunde Ernährung.