Omega-3 Fettsäuren

Darum sind Omega-3-Fettsäuren gesund

In einer Zeit, in der nur noch „schlank sein“ zählt, haben die gesunden Nahrungsfette eine schlechte Lobby. Dabei wurden die Menschen in der Zeit der „Lowfat-Welle“ immer dicker. Vernünftig ausgewählte Speisefette machen nicht dick, sie halten Dich gesund!  Gute Öle können sogar die Fettverbrennung anregen.

Fette sind einer unserer wichtigsten Energielieferanten und sie tragen erheblich zu unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden bei. Fett ist ein Geschmacksträger und darüber hinaus können bestimmte Vitamine nur mit Hilfe von Fett vom Körper aufgenommen werden.

Wir unterscheiden grundsätzlich gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese Bezeichnungen leiten sich von der chemischen Zusammensetzung der Fettsäuren ab.

Die gesättigten Fettsäuren kommen vorwiegend in Fleisch, Wurst, Butter und in Kokosfett vor. Einfach ungesättigten Fettsäuren sind vor allem in pflanzlichen Ölen wie Olivenöl oder Rapsöl enthalten. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren nennt man auch Omega-Fettsäuren. Wir sprechen von Omega-3 und Omega-6.

Olivenöl, Omega Fettsäuren

Omega-3 Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren, die für unsere Gesundheit lebenswichtig sind. Unser Körper kann sie jedoch nicht selbst herstellen, daher müssen wir sie über unsere Nahrung zuführen.

Omega-6 Fettsäuren sind ebenso essenziell und auch diese müssen wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Allerdings benötigen wir nicht so viele von diesen Fettsäuren. Ein Zuviel an Omega-6 Fettsäuren wirken allgemein entzündungsfördernd. Omega-3 Fettsäuren wirken entzündungshemmend.

Daher ist ein ganz spezielles Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren besonders wichtig.

Während das Verhältnis bei unseren Vorfahren etwa bei 1:4 lag, nehmen wir heute bis zu 25 Teile Omega-6 auf ein Teil Omega-3 zu uns. Also viel zu viel Omega-6 und viel zu wenig Omega-3.

Verzichte weitgehend auf pflanzliche Fette wie Sonnenblumen-, Maiskeim-, Weizenkeim-, Distel- und Traubenkern-Öl. Verbanne unbedingt die Margarine aus Deiner Küche. Diese Produkte haben einen hohen Anteil an Omega-6-Linolensäure.

Omega-3 Fettsäuren unterteilen sich in Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA). Sie werden auch als maritime Fettsäuren bezeichnet. Sie kommen in fetten Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele, Lachs, Sardine oder Thunfisch vor sowie in Fisch-Öl und Algen-Öl.

Eine dritte Fettsäure ist die Alpha-Linolensäure (ALA). Sie ist die Vorstufe von DHA und EPA. ALA kommt in pflanzlichem Lein-, Hanf- oder Rapsöl oder Chiasamen vor.

Der Körper kann aus pflanzlichen ALA-Fettsäuren nur begrenzt die wichtigen Fettsäuren EPA (nur ca. 10 %) und DHA (nahe 0 %) bilden.

Omega-3 Fettsäuren

Fische enthalten EPA und DHA

Die täglich empfohlene Menge von 2 g ist in 100 – 300 g fettem

Kaltwasser-Fisch enthalten.

Omega-Fettsäuren sind an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und Bestandteil jeder Zellmembran.

Omega-3 Fettsäuren sind erforderlich für …

  • die Produktion von Hormonen
  • den Zellstoffwechsel
  • die Versorgung der Gelenke als „Schmierstoff“
  • die Vermeidung von Entzündungen
  • die Feuchtigkeit von Haut und Haaren
  • die Zellatmung im Zusammenspiel mit schwefelhaltigen Aminosäuren
  • die Bildung der körpereigenen Abwehrzellen
  • den Schutz vor Infektionskrankheiten
  • die Augen und die Sehkraft
  • unser Gehirn und seine Funktionen
  • das Herz, Blutdruck und Blutfettwerte
  • Ungeborene, Kinder und Jugendliche

Omega-3 Fettsäuren wirken positiv bei Stress, Konzentrationsproblemen und sie erhöhen den Serotoninspiegel, unser Glückshormon.

Der Verzehr von wildgefangenen fetten Fischen, Fleisch von grasgefütterten Weidetieren, Eier aus biologischer Freilandhaltung und Milchprodukte aus Weidehaltung sind reichhaltige Quellen für Omega-3 Fettsäuren. Die ergänzende Einnahme von hochwertigem Fisch-Öl oder Algen-Öl ist für viele Menschen eine gute Option zur Ernährung.

Leinsamen, Omega-3 Öl, Fettsäuren

Lein-, Walnuss-, Hanf-Öl sowie Fisch- und Algen-Öl darf nicht gebraten/erhitzt werden, da sich schädliche Transfette bilden. Verwende sie nur kalt in Salaten, Smoothie, Müsli, Frucht- und Gemüsesäften.

Leinöl

Leinöl ist reich an Alpha-Linolensäure. Dieses Öl reagiert empfindlich auf Temperaturen und Lichtenergie. Daher ist es nicht als Vorratshaltung zu empfehlen. Du solltest es immer im Kühlschrank aufbewahren und nach dem Öffnen innerhalb von 3 bis 4 Wochen verbrauchen.

Wenn Du mehr darüber wissen möchtest oder noch ein gutes Öl suchst, melde Dich gerne bei mir >>>

Posted in Gesunde Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden.