Energieräuber Zucker und die Folgen

Energieräuber Zucker und die Folgen

Energieräuber Zucker und die Folgen

Alle Kohlenhydrate, egal ob Brot, Nudeln, Kuchen, Süßigkeiten, Gemüse oder Obst, werden im Körper in Zucker umgewandelt und gelangen in Form von Glukose in den Blutkreislauf. Bei den Kohlenhydraten unterscheiden wir zwischen den einfachen, die rasch ins Blut gelangen und den komplexen, die dem Körper langsamer als Energieträger zu Verfügung stehen. Glukose ist grundsätzlich wichtig für Deinen Körper. Sie spendet Energie und das Gehirn ist auf Glukose angewiesen.

Insulin muss her

Zucker ist zwar süß, jedoch eine Säure, die rasch ins Blut geht. Dein Körper setzt alles daran, diesen schnellstmöglich aus dem Blutkreislauf herauszubringen und in die Zellen zu befördern. Dort wird der Zucker zur Energiegewinnung benötigt. Oder er wandelt Glukose in die Speicherform Glykogen oder sogar in Fettzellen um.

Als Transportmittel zur Zelle und als sogenannter Türöffner dient das Hormon Insulin. Insulin schüttet die Bauchspeicheldrüse aus. Nach einem hohen Zuckerkonsum schüttet sie Insulin panikartig aus, um die große Menge Glukose so schnell wie möglich aus dem Blut zu bekommen.

Alles gut?

In kurzer Zeit ist der Blutzucker in den Zellen. Der Blutzuckerspiegel sinkt wieder ab. Jedoch nicht auf das Normalmaß. Durch den raschen Insulinanstieg kommt es nun zu einer Unterzuckerung. Es beginnt ein Teufelskreislauf. Das Gehirn möchte den zu tiefen Wert wieder richtig einstellen und signalisiert erneut Hunger. Wahrscheinlich bemerkst Du auch, dass Du müde oder gereizt bist. Zeit für die nächste Schokolade.

Unterbrechen kannst Du den Kreislauf, indem Du zu Gemüse, Rohkost oder Eiweiß greifst.

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Hast Du das gewusst?

Der Zuckerverbrauch ist in den letzten Jahrzehnten stets rasant angestiegen. Lag der Pro-Kopf-Zuckerkonsum im Jahr 1874 noch bei 6,2 kg, liegt er heute in Deutschland bei durchschnittlich rund 35 – 40 Kilogramm.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt täglich 5 % Zucker von den Gesamtkalorien zu sich zu nehmen. Damit ist der sichtbare und der versteckte Zucker gemeint.

Das entspricht für einen Erwachsen ungefähr 25 g Zucker/Tag und das sind ca. 6 Teelöffel Zucker. Zum Vergleich, ein Würfelzucker enthält 3 g Zucker. Das klingt erst einmal nach nicht viel. Aber 6 Teelöffel Zucker im Kaffee oder Tee nimmt wohl niemand.

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Wo findest Du Zuckerfallen?

  • 1 Dose Cola hat bereits 36 g Zucker, das sind 12 Würfelzucker. Eine 1 l Flasche kommt auf ca. 40 Stück.
  • 2 Esslöffel einer fertigen Joghurt-Salatsoße enthalten ca. 3 Würfelzucker. So wird der gesunde Salat eher zur Kalorienbombe.
  • 1 Esslöffel Ketchup entspricht ca. 1 Würfelzucker.
  • 1 Becher Fruchtjoghurt enthält bereits die Tagesmenge von 25 g Zucker.
  • 1 Fertigpizza kann bis zu 8 Würfelzucker enthalten. Der echte Pizzabäcker verwendet gar keinen Zucker.

Wie viel Zucker ist in Deinem Essen versteckt?

Überlege einmal vom Frühstück bis zum Abendessen, was Du alles isst, worin Zucker versteckt ist. Sehr effektiv ist es, sich alles einmal aufzuschreiben.

Für manch einen sind es zum Beispiel die angeblich gesunden Cornflakes zum Frühstück, am Vormittag einen Schokoriegel, mittags Kantinenessen oder auf die Schnelle ein Teilchen vom Schnellbäcker, Gummibärchen und Softgetränke zwischendurch, abends die Fertig-Pizza und vor dem Fernseher die Chips. Der Blutzuckerspiegel fährt dabei ständig Achterbahn.

Dir fehlt es an Vitalität?

Zucker entzieht Deinem Körper wichtige Vitalstoffe und schadet Deiner Gesundheit und Deinem Wohlbefinden.

Es geht in Verbindung mit Zucker um viel mehr, als nur um das Gewicht. Zucker sorgt nicht nur für schlechte Zähne. Kennst Du Müdigkeit, Schlappheit, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Hautprobleme, schnellere Hautalterung, schlechtes Bindegewebe, schlechte Laune, Stimmungsschwankungen, Unlust, Unruhe oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen? Zucker beeinflusst vieles im Deinem Körper negativ.

Wie kommst Du aus dem Kreislauf raus?

Dein Hunger ist eigentlich ein Schrei nach Vitalstoffen, hochwertigem Eiweiß und guten Fetten/Ölen. Hunger kann auch ein Zeichen von Durst sein. Versuch es statt essen einfach mal mit einem Glas reinem Wasser.

Durchbrechen kannst Du diesen Teufelskreislauf mit dem Heißhunger, indem Du regelmäßig ausgewogen isst, ausreichend reines Wasser trinkst und Deinem Körper wichtige Vital-Mikro-Nährstoffe lieferst.

Bewusst und aufmerksam

Mit drei ausgewogenen, gesunden Mahlzeiten aus reichlich Gemüse, Salat, etwas Obst, hochwertigem Eiweiß und guten Fetten sowie Vollkornprodukten bist Du gut versorgt und vor allem satt. Für den kleinen Hunger zwischendurch, halte Dir etwas Obst/Trockenobst oder ein paar Mandeln oder Nüsse bereit. Wenn Du Dich über den Tag verteilt gesund ernährst, bleibt auch der Heißhunger am Abend aus.

Und wenn Du Dich gesund und ausgewogen ernährst, macht das 1 Stückchen Kuchen oder das Eis gelegentlich nichts aus. Die Menge macht das Gift. Entdecke den sinnvollen Umgang mit Zucker.

Zu Teil eins über Zucker und das süße Gift HIER entlang.

Hast Du Fragen oder wünschst eine Beratung? Du erreichst mich am besten unter 0172-8001593 und info@bleibe-vital.de

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